Willkommen
Ruhe im Saal!
Karneval verbindet – Respekt bewahrt die Tradition!
Karneval und Fastnacht stehen seit Generationen für Gemeinschaft, Lebensfreude und ein fröhliches Miteinander. Sie bringen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Berufe und gesellschaftlicher Schichten zusammen. Ganz gleich, ob arm oder reich, jung oder alt – im Karneval feiern wir gemeinsam.
Diese besondere Verbindung zwischen den Menschen macht einen wesentlichen Teil unserer karnevalistischen Tradition aus.
Auch das abwechslungsreiche Programm unserer Karnevals- und Fastnachtssitzungen gehört dazu. Büttenreden, Musik, Tanz und viele weitere Darbietungen sorgen dafür, dass jeder Besucher etwas findet, das ihn begeistert.
Natürlich trifft nicht jeder Künstler und nicht jede Darbietung den persönlichen Geschmack eines jeden Gastes. Das war früher so und wird auch in Zukunft so bleiben.
Doch Respekt sollte niemals eine Frage des persönlichen Geschmacks sein.
Wer auf einer Bühne steht, hat Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdient. Laute Unterhaltungen während einer Büttenrede, respektlose Zwischenrufe oder gar das Ausbuhen von Künstlern widersprechen dem Gedanken eines gemeinschaftlichen und respektvollen Karnevals.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, die Fröhlichkeit einzuschränken. Ganz im Gegenteil!
Wir möchten die Freude am Karneval bewahren und gleichzeitig das Bewusstsein für seine Traditionen stärken
Dazu gehört auch das Schunkeln
Wenn sich Menschen bei ihren Sitznachbarn einhaken und gemeinsam zur Musik schunkeln, entsteht etwas ganz Besonderes: Nähe, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit.
Für diesen Moment spielen gesellschaftliche Unterschiede keine Rolle. Menschen, die sich vielleicht noch nie zuvor begegnet sind, werden durch eine einfache Geste miteinander verbunden.
Das Schunkeln ist deshalb weit mehr als eine schöne Tradition. Es ist ein sichtbarer Ausdruck dessen, wofür Karneval und Fastnacht stehen.
Doch gerade in einer Zeit, in der Musikdarbietungen einen immer größeren Teil vieler Sitzungsprogramme einnehmen, sollten wir uns auch eine Frage stellen:
Geben wir dem traditionellen Schunkeln und seiner verbindenden Bedeutung heute noch genügend Raum?
Es geht dabei keineswegs darum, moderne Musik oder die Weiterentwicklung des Karnevals infrage zu stellen. Denn auch die Vielfalt und die Veränderungen gehören zu einer lebendigen Tradition.
Vielmehr möchten wir dazu anregen, Bewährtes nicht aus den Augen zu verlieren.
Denn Karneval lebt nicht allein von dem, was auf der Bühne geschieht. Er lebt ebenso von den Menschen im Saal, von gegenseitiger Achtung, vom gemeinsamen Lachen, Zuhören, Singen und Schunkeln.
Unsere Initiative „Ruhe im Saal!“ möchte genau dafür sensibilisieren.
Wir setzen uns für einen Karneval ein, in dem Künstler die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen, Traditionen ihren Platz behalten und das Publikum mit Freude und Respekt Teil des Geschehens ist.
Denn Ruhe im Saal bedeutet nicht weniger Karneval – sondern mehr Wertschätzung für das, was unseren Karneval so besonders macht.
Ruhe im Saal!
Aus Respekt vor den Künstlern. Aus Liebe zum Karneval. Für ein gemeinsames Miteinander.
Der Karneval/Fastnacht hat seit dem Beginn der Entstehung dafür gesorgt, dass unterschiedliche Menschen zusammen kommen, feiern und Fröhlichkeit entwickeln. Nicht umsonst ist das Schunkeln im Karneval als Verbindung von Menschen untereinander in der rückblickenden Tradition zu sehen.
Daher war es auch so, dass eine Karnevalsveranstaltung so aufgebaut wurden, in dem für jeden Gast etwas dabei ist.